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Wo bleibt die Freiheit?

Nach langer Pause melde ich mich wieder einmal mit einem Beitrag zurück.

In den letzten Jahren hat sich einiges getan. Wir haben erlebt, wie Geheimdienste schalten und walten wie sie wollen, haben erlebt, wie einige Länder Europas immer weiter in die Armut abrutschen, wir haben neue Kriege und Konflikte erlebt, die an Grausamkeit und Brutalität den Verbrechen des 2. Weltkriegs in keinster Weise nachstehen …

Wenn man all diese furchtbaren Dinge betrachtet, kommt man vielleicht nicht auf den ersten Blick auf einen gemeinsamen Nenner. Sieht man aber etwas genauer hin, zeichnet sich doch ein eindeutiges Bild ab: Die jeweiligen herrschenden Personen/Personengruppen hören nicht mehr auf ihr Volk. Wir sind mittlerweile an einem Punkt angelangt, an dem die Politiker sich alles erlauben, das Volk hintergehen und betrügen, wo es ihnen gerade passt. Proteste werden ausgesessen. Auch eine Form der Unterdrückung.

Viele Konflikte wären längst beigelegt, wären erst gar nicht entstanden, wenn die herrschende Politikerkaste nicht nach ihren verqueren ideologischen Standpunkten regieren würde, sondern die Ängste und durchaus auch guten Ideen aus dem Volk beachten würde. Nehmen wir z. B. die Eurokrise: Ein durchaus komplexes Thema. Jedoch kann man nicht leugnen, dass wohl ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone das Beste für alle Beteiligten wäre. Wer ist dagegen? Genau, die Regierenden Politiker Europas. Wer ist dafür: Das Volk in den europäischen Staaten. Wer hat nun recht? Ich behaupte der, der über mehr Hausverstand verfügt. Und das sind momentan nicht unsere Politiker. Es war und ist immer gefährlich gewesen in der Welt, wenn Herrscher aufgrund ideologischer Verblendung gehandelt haben. Wir haben in der Vergangenheit gesehen, was passieren kann und man sieht es heute. Es wäre wieder einmal Zeit für Vernunft.

Schlussendlich läuft so viel schief, dass ich nicht jedes Thema ansprechen will/kann. Mir bleibt nur ein Satz zum Schluss übrig, der mehr als alle anderen Gültigkeit besitzt:

VOX POPULI VOX DEI!!!

Frohe Weihnachten

Ich wünsche allen meinen Lesern frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2013!

Ich hoffe im neuen Jahr wieder mehr Zeit für mein Blog zu haben und bedanke mich bei all jenen, die durch Anregungen und Kommentare das Schreiben so interessant machen!

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Werte in der heutigen Zeit

Nach einer etwas längeren Pause melde ich mich nun wieder beim Bloggen zurück und möchte gleich wieder mit einem Thema starten, dass sehr wohl auch des öfteren diskutiert wird.

Es soll heute einmal um die Werte in der heutigen Zeit, dieser technisierten, beschleunigten, bunten Welt gehen.

Was sind für uns heutzutage eigentlich noch Werte? Wie kann durch das Anlehnen an Werte eine gesunde Gesellschaft entstehen?

Wenn man heutzutage durch eine Stadt wandelt oder sich in der Nähe von Menschen aufhält, hat man oft das Gefühl, dass etwas wichtiges in der Gesellschaft fehlt. Was es ist, kann man des öfteren nicht gleich erklären, aber wenn man schließlich genauer darüber nachdenkt, kommt man doch zu dem Schluss, dass es heute mehr denn je an Werten mangelt, an denen sich die Gesellschaft orientieren könnte. Was heute zählt ist das neueste Mobiltelefon in der Tasche, das schöne Auto vor der Tür, der schnelle Erfolg, ein schnelles Leben. Und was dann noch auffällt ist das, dass schon mehrere Generationen einen Anhaltspunkt in ihrem Leben verloren haben. Sei es nun durch mangelnde Erziehung (sofern Erziehung heutzutage überhaupt noch gewünscht wird), oder einfach durch die Ausblendung des Zustandes Gesellschaft.

Als gutes Beispiel könnte man wieder einmal die heutige Jugend anführen. Desillusioniert, desinteressiert, nicht in die Gesellschaft integriert. Und warum? Weil sie nichts haben, an das sie sich anlehnen könnten. Heutzutage wird den Kindern kritisches Denken von Grund auf gelehrt. Und das ist auch gut so. Was nur leider immer wieder übersehen wird ist das, dass man auf der anderen Seite auch Regeln und einen Halt vorgeben muss, an denen sich junge Menschen orientieren können. Antiautoritäre Erziehung ist nämlich genauso falsch wie autoritäre. Eine richtige Erziehung bedingt jedoch, dass man sich auch als Elternteil an gewisse Werte oder hält oder selbst mitbekommen hat. Denn man kann nur von anderen das verlangen, was man auch selbst geben kann. Und leider hapert es hier schon gewaltig. Ohne Werte verroht die Gesellschaft, bricht auseinander. Jeder kämpft nur mehr für sich allein und merkt dadurch nicht, wie er der Gesellschaft und dadurch auch sich selbst großen Schaden zufügt.

Es wäre also an der Zeit, wieder für Werte einzutreten!

Doch welche Werte könnten das sein? Ich möchte an dieser Stelle einige Werte aufführen, die so manchem bekannt sein dürften, nämlich einen Teil der „Preußischen Tugenden“:

Aufrichtigkeit
Bescheidenheit
Fleiß
Geradlinigkeit
Gerechtigkeitssinn („Suum cuique“ = Jedem das Seine)
Ordnungssinn
Disziplin
Pflichtbewusstsein
Pünktlichkeit
Redlichkeit
Sparsamkeit
Treue
Unbestechlichkeit
Zurückhaltung
Zuverlässigkeit

Für so manchen mögen die „Preußischen Tugenden“ verstaubt sein und etwas befremdlich erscheinen, aber wären heute nötiger denn je.

Denn Worauf gründet eine Gesellschaft schlussendlich? Auf Werten!

Heute wird die kleine Reihe mit dem Thema des Volksbegriffes fortgesetzt.

Wie schon beim Deutschlandbegriff selbst, scheiden sich auch bei diesem Thema die Geister. Gibt es überhaupt „das“ deutsche Volk? Wenn ja, wie setzt es sich zusammen, bzw. welche Bedeutung hat, oder darf der Begriff in der heutigen Gesellschaft noch haben? Für die Erläuterung starten wir mit der Zeit der späten Völkerwanderung.

Weite Teile Europas waren großen Umwälzungen unterworfen. Das schwächelnde römische Reich konnte die Einwanderung von großen germanischen Stämmen, wie der Franken, Alemannen, oder Goten nicht mehr unterbinden. Das Weströmische Reich am Kontinent wurde praktisch in das Fränkische, das Ost- bzw. Westgotische Königreich geteilt, wobei lediglich das Fränkische Königreich die Zeiten, wenn auch in geänderter Form, überdauern sollte.

Nach der Völkerwanderung, bzw. den letzten Kriegen in Italien gegen das ostgotische Königreich, bildeten sich nach und nach jene Stämme heraus, die schließlich den Grundstock des deutschen Volkes bilden sollten. Es waren dies die Baiern, Franken, Friesen, Sachsen, Schwaben und Thüringer.

Nach dem Ende des Gotenreiches übernahmen die Franken das Ruder nicht nur in West-, sondern auch in Mitteleuropa. Die Gebiete der anderen germanischen Stämme wurden nach und nach durch die Franken erobert. Besonderen Widerstand leisteten hier die Sachsen, deren Gebiete schlussendlich doch noch unterworfen wurden. Mit der Vergrößerung des Fränkischen Reiches wurden nach und nach neue Gebiete besiedelt. Die Baiern, oder Bajuwaren zum Beispiel, ein Mischvolk aus verschiedenen germanischen Stämmen, darunter wohl auch Resten der Ostgoten, sowie kleineren kelto-romanischen Splittern, besiedelte die bis dahin slawischen Gebiete Noricums, sowie Teile Pannoniens.

Das Fränkische Reich wurde schließlich im Vertrag von Verdun in drei Teile zerschnitten, nämlich in das West-, Ost- und Mittelfränkische Reich, wobei letzteres nur kurzen Bestand hatte und schließlich auf  das West- und Ostrankenreich aufgeteilt wurde.

Die Bewohner des Ostfrankenreiches bezeichneten sich als „diutisc“, oder als „theodisk“, was so viel bedeuet wie „dem Volk zugehörig“. Wir erkennen hier also erste Anzeichen einer Volkswerdung, die allerdings erst viel später abgeschlossen werden sollte.

Wichtig ist auch zu erwähnen, dass bei der Volkswerdung am Anfang, nicht nur germanische, sondern vor allem auch slawische Völkerschaften eine große Rolle spielten, da diese, wo sie nicht abgewandert waren, in der neuen Bevölkerungsmehrheit aufgingen. Dies war im Osten oder im Süden der Fall. Weitere nichtgermanische Völker, die eine Rolle spielen sollten, waren baltische Stämme, hier vor allem in Ostpreußen.

Wenn man danach über einige Jahrhunderte weiter springt, in denen sich der Volksbegriff nicht wesentlich verändert hat, waren sich die Menschen im Heiligen Römischen Reich (deutscher Nation) zwar mehr oder weniger bewusst, zu einem Volk zu gehören da man die gleiche Sprache oder Kultur hatte, aber dies spielte eine eher untergeordnete Rolle. Das Reich war in unabhängige Fürstentümer unterteilt, was eine starke Bindung an ein Volk verhinderte. Man war in erster Linie Sachse, Baier, Thüringer, später Österreicher oder Preuße.

Erst im frühen 19. Jahrhundert erfuhr der Volksbegriff eine ungeahnte Aufwertung. Dem deutschen Volk wurde bewusst, dass es durch die gemeinsame Sprache, die gemeinsame Kultur stärker verbunden ist, als angenommen. Man wurde sich zum ersten mal richtig bewusst, dass man, obwohl man in verschiedenen Staaten lebte, doch zu einem Volk gehörte. Der Volksbegriff, der sich im 19. Jahrhundert entwickelte, blieb danach bis 1933 eigentlich unverändert. Zum deutschen Volk gehörte, wer die deutsche Sprache sprach, die deutsche Kultur lebte, ein echter Mitteleuropäer war*.

Nach den schmerzlichen Ereignissen in den Jahren von 1933 bis 1945, in denen viele Deutsche jüdischen Glaubens ihr leben lassen mussten für den Volksbegriff einer wahnsinnigen und verbrecherischen Partei, deren Volksbegriff auf pseudowissenschaftlichen Erkenntnissen über Physiognomie oder Religion beruhte, entstand in den deutschen Landen ein neuer Volksbegriff.

Nach dem Ende der Schreckensherrschaft entstand eigentlich von Heute auf Morgen ein neuer Volksbegriff. Deutscher war nur derjenige, der in den Staatsgrenzen der BRD oder DDR lebte. Die Österreicher gaben sich aus Bequemlichkeit oder Feigheit großmütig der Lüge preis, ja keine Deutschen zu sein, da man nicht in Deutschland lebte. Überhaupt wurde das Bewusstsein ausgelöscht, ein Teil dieser großen Nation zu sein. Die Wahrheit jedoch sieht, wie so oft, anders aus. Der Volksbegriff aus dem 19. Jahrhundert hat nach wie vor Gültigkeit. Auch wenn man es in Österreich noch so ungern hören sollte, man ist und bleibt deutsch. Denn ein eigener Staat bedingt noch kein eigenes Volk, wie man es z. B. bis zur Teileinigung 1871 beobachten konnte.

Einen Sonderstatuts muss man jedoch den Schweizern zugestehen. Diese sind, ähnlich den Niederländern, seit Jahrhunderten vom Reiche unabhängig. Daraus konnte sich, meiner Meinung nach, ein neues Volk bilden. Erstes und wohl gewichtigstes Indiz dafür ist die Sprache. Während in den anderen deutschen Gegenden, neben den verschiedenen Dialekten, die hochdeutsche Sprache als Standard angesehen wird, hat die Schweiz den Dialekt zum Quasi-Standard erhoben. Daher kann man von den Schweizern durchaus als neues Volk sprechen.

Heute sind wir wieder bei einem Scheideweg, was den Volksbegriff angeht, angelangt. Tagtäglich wird darüber diskutiert, ob Leute, die z. B. aus der Türkei oder anderen Staaten eingewandert sind, auch Deutsche seien oder nicht. Wenn zweiteres zutrifft, wäre dies nicht Rassismus oder Ausgrenzung?

Leute mit Migrationshintergrund sind genauso Angehörige des jeweiligen Staates, in dem sie leben. Jedoch gilt es immer zu beachten, dass Staat und Volk nicht das Gleiche ist. Wenn ein Deutscher nach Kanada auswandert, wird er immer Deutscher bleiben. Jedoch ist er kanadischer Staatsbürger. Und im Gleichen verhält es sich bei jenen, die heute nach Deutschland oder Österreich einwandern. Sie sind zwar Staats- aber nicht Volkszugehörig, da für letzteres andere Voraussetzungen gelten.

Zum Abschluss stellt sich noch die Frage, ob die Zugehörigkeit zum deutschen Volk in der heutigen Zeit überhaupt Sinn macht. Die Antwort lautet JA! In einem gemeinsamen Volksverband zu leben heißt Geborgenheit und Chancen! Die Versuche von Politikern, aus den verschiedenen Völkern Europas ein europäisches Volk zu machen, sind der falsche Weg. Denn eine wirkliche Zusammenarbeit in Europa kann man nur erreichen, wenn man jedem Volk seine Eigenheiten belässt und nicht künstlich einen mulitkulturellen Brei generiert, der von niemandem wirklich geschätzt wird. Gleiches gilt ebenfalls auf nationaler Ebene!

Ethnizität und Staat sind nicht identisch. Staaten sind politische Gemeinschaften, die dauerhaft im selben Verband leben oder leben wollen. Ethnizität hingegen überschreitet oft nationale und staatliche Grenzen.“

Auch für den Volksbegriff gilt: „Das Volk ergreift man nicht mit dem Verstand, sondern mit dem Herzen.“ – Mahatma Gandhi

*Anm.: Mit dem „echten Mitteleuropäer“ ist hier nicht etwa eine Abstammung über eine Blutlinie gemeint, sondern die Lebenseinstellung, bzw. Geisteshaltung!!!

Ich möchte sehr gerne in einer kleinen Reihe die zentralen Themen der letzten Jahrhunderte für die Deutschen aufgreifen.

Anfangen werde ich heute beim Deutschlandbegriff. Die Diskussion allein darüber könnte man eigentlich schon in Bände fassen. Ich werde versuchen, die Dinge, so wie sie meiner Meinung nach liegen, zusammenzufassen:

Deutschland. Ein großes Wort, aber es weiß  nicht jeder so recht (auch heute nicht), was das eigentlich alles sein soll. Ist es lediglich die BRD, ist es der Kulturraum, der Sprachraum? Ist Deutschland am Ende doch mehr, als man vermutet?

Heutzutage wird Deutschland mit der BRD gleichgesetzt. Klingt auch logisch, da sich sonst nur wenige Gruppen außerhalb der Grenzen der Bundesrepublik Deutschland als Deutsche bezeichnen. Beginnt man jedoch in der Geschichte zu graben sieht man, dass der Begriff  „Deutschland“ sich vor allem im 19. Jahrhundert grundlegend verändert hat.

Mit dem Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation war Deutschland auf einmal nicht mehr geographisch erfassbar (wenn es denn vorher so war). Für viele Menschen war dies ein Schock, für die überwältigende Mehrheit jedoch kein Grund zur Unruhe oder zur Trauer, war man doch in erster Linie Österreicher, Sachse, Preuße … So unterschiedlich die vielen Staaten des alten Reiches waren, so zerstritten sie auch gewesen sind – sie waren doch alle irgendwie vereinigt unter einem Dach. Die Schwäche Deutschlands war schon immer begründet durch die Schwäche und Eitelkeit seiner Fürsten.

Nach dem Sieg über Napoleon wurde damals zum ersten Mal ernsthaft über Deutschland geredet. Die Menschen in den einzelnen Fürstentümern begannen zu erkennen, dass man eigentlich zu einem Volk gehörte. Der Wunsch nach einem gemeinsamen Staat wurde immer lauter. Die Fürsten wiederum hatten nicht die geringste Absicht, das alte Reich wieder herzustellen, geschweige denn, ihre Macht durch Verschmelzung zu einem Staat abzugeben. Heraus kam im Endeffekt eine große Beruhigungspille für das Volk: Der Deutsche Bund.

Doch der aufkeimende Wunsch nach einem echten, starken, deutschen Nationalstaat war nicht mehr zu unterdrücken. Die Forderungen nach Demokratie, Menschenrechten, Freiheit und auch einem geeinten Deutschland mündeten schließlich in der Revolution von 1848.

Die Fürsten der deutschen Staaten sahen sich dazu gezwungen, dem Volk seine Rechte nicht mehr länger zu verwehren und so wurde noch im Revolutionsjahr 1848, die Paulskirchenversammlung einberufen. Jeder hegte große Hoffnungen in dieses erste deutsche Parlament. Doch die Hoffnungen wurden bitter enttäuscht. Viel zu sehr waren die deutschen Einzelstaaten auf ihren Einfluss im Parlament erpicht. Allen voran Österreich und Preußen. Eifersüchtig schielte der eine auf den anderen und verhinderte wichtige Beschlüsse und echten Fortschritt. Das deutsche Parlament der Paulskriche zerbrach unter anderem auch über der Frage, wo denn Deutschlands Grenzen liegen sollten. Hier war man sich keinesfalls einig. Die einen meinten, Deutschland wäre all das Land, in dem Menschen Deutscher Kultur leben würden. Doch dies hätte auch jene Deutschen miteingeschlossen, die außerhalb des Deutschen Bundes lebten.

Die anderen meinten, Deutschland wäre das Land unter Preußens Führung, ohne Österreich, welches ja außer über deutsche auch noch über ein Dutzend anderer Gebiete herrschte. Wieder andere meinten, Österreich müsse auf alle Fälle einbezogen werden, da es ja schon immer ein integraler Bestandteil des deutschen Raumes war.

Im Endeffekt setzte sich die Position jener durch, die ein Deutschland unter Führung Preußens befürworteten, da sich Österreich aus dem Einigungsprozess aufgrund der Tatsache zurückzog, dass nicht alle österreichischen Gebiete ein Teil des neuen Deutschlands hätten werden sollen.

Die Einigung war also wieder gescheitert.

Was danach kam, war eine dunkle Stunde in der Geschichte Deutschlands. Das Parlament wurde aufgelöst, viele Reformen der Staaten wieder zurückgenommen und das Volk wiederum unterdrückt. Im Jahre 1866 brach schließlich erneut ein blutiger Krieg unter den deutschen Fürstentümern aus: der Deutsche Bruderkrieg. Er sollte die Bahn für einen Einigungsprozess unter preußischer Führung ebnen.

Der Plan Preußens ging auf und 5 Jahre später wurde im Spiegelsaal zu Versailles das „Deutsche Kaiserreich“ proklamiert. Das Murren bei so manchem Fürsten (auch beim preußischen König) war zum Teil groß, das Volk feierte aber umso mehr die Einigung Deutschlands. Viele jedoch, waren nicht damit zufrieden oder fühlten sich ausgeschlossen. Millionen Deutsche im Nachbarland Österreich waren plötzlich kein Teil Deutschlands mehr. Dachten sie zumindest. Dies und die Ereignisse in der Vergangenheit waren ein Anstoß für einen neuen Deutschlandbegriff. Dazu später Näheres.

Deutschland war also vermeintlich vereint. So sah man das im Ausland. So sah man das großteils im neuen Kaiserreich. Man war zufrieden, mit der erreichten Lösung. Gehen wir nun einige Jahrzehnte weiter. Der erste Weltkrieg war geschlagen und „Deutschland“ militärisch, sowie wirtschaftlich am Boden. Viele ehemalige Gebiete unter deutscher Herrschaft wurden anderen Staaten zugeschlagen. Man besann sich dadurch plötzlich wieder vermehrt auf den alten Begriff „Deutschland“. Wieder war das Gebiet in den Mittelpunkt gerückt, in dem alle Menschen deutscher Zunge und Kultur zusammenleben sollten. Dieser Begriff von Deutschland hielt sich dann auch bis zur Übernahme der Macht in Deutschland durch die Nationalsozialisten. Diese führten wieder einen neuen Deutschlandbegriff ein. Nämlich den eines nimmersatten, kriegerischen und eroberungswütigen Riesen. Jedoch auch diese Zeit des Leidens ging vorbei.

Was nach der Stunde Null geschah, weiß heute jedes Kind. Deutschland wurde geteilt. In einen Ostteil und in einen Westteil. Österreich wollte trotz seiner Geschichte, seiner Sprache, seiner Kultur und vielem mehr nichts mehr mit „Deutschland“ zu tun haben. Was nun kam, waren Jahre der Ungewissheit. Wer war nun der wirkliche Deutsche Staat? Alle drei oder zwei. Oder doch nur einer? Eine vorläufige Antwort auf die Frage wurde durch die Wiedervereinigung von Mitteldeutschland (oder Ostdeutschland) und Westdeutschland gegeben. Dies war es nun, das Deutschland. Niemand wagte es, wollte oder dachte daran, den Begriff zu hinterfragen. Auch heute noch.

Doch was ist jetzt wirklich Deutschland? Was macht es aus?

Deutschland ist das Land, in dem die deutsche Kultur noch blüht, die deutsche Sprache gesprochen wird und die Menschen trotz verschiedener Staatszugehörigkeiten, doch irgendein (auch wenn es noch so klein ist) Zusammengehörigkeitsgefühl haben.

Deutschland kann man niemals über Grenzen definieren. Deutschland kennt keine Grenze. Das war vielleicht schon immer die Besonderheit Deutschlands. Man war im Laufe seiner Geschichte nie in einem Staat vereint. Anders als Frankreich, Schweden etc. Deutschland war und wird vielleicht nie ein Staat sein, sondern ein Gefühl, etwas Heimliches, etwas in unseren Herzen! Deutschland ist das Volk, das über mehrere Staaten verteilt lebt.

Deutschland ist einfach etwas größeres, als das, was uns jeder einreden will!

Da der Begriff Deutschland nie ohne sein Volk stehen kann (und umgekehrt) werde ich im nächsten Teil versuchen zu ergründen, wer denn nun die Deutschen sind.

In der heutigen Zeit stellt man sich als Bürger eines Staates der Europäischen Union (noch dazu eines Staates, der Milliarden Einheiten einer sinnlosen Währung an Pleiteländer abliefert) doch öfters die Frage nach der Zukunft der Demokratie. Warum es um die Demokratie in der heutigen Zeit so schlecht bestellt ist, habe ich im letzten Artikel zu erforschen versucht.

Wie könnte jetzt aber eine neue Form der Demokratie aussehen, bzw. unter welchen Bedingungen könnte diese zustandekommen? Hier ein sehr kurzer Umriss meiner Ideen:

Was man wohl am dringendsten in der heutigen Zeit benötigen wird ist mehr Mitsprache durch das Volk. Wie letztens schon beschrieben, kann man zwar alle paar Jahre zur Wahlurne schreiten, aber wirkliche Änderungen, Reformen oder Verbesserungen für das Volk ergibt das kaum. Die Wahl dient nur noch den Parteien, denen es weniger um das Volk, sondern oft nur noch um den besten Platz am Futtertrog geht.

Was wir brauchen ist mehr direkte Demokratie und keine Parteiendemokratie mehr. Die großen Zeichen der heutigen Zeit werden verkannt, oder bewusst nicht wahrgenommen, um ja keine Wähler zu verprellen oder um nur ja nicht „negativ“ aufzufallen. Meiner Meinung nach sollten nicht Parteien neue Gesetze ausarbeiten (denn diese vertreten immer nur eine bestimmte Klientel), sondern die Gesetze müssten von einem Expertenrat ausgearbeitet werden und diese sollten dann der Bevölkerung zum Entscheid vorgelegt werden. Daraus ergäben sich jedoch einige Probleme. Soll das Volk über jedes auch noch so kleine Gesetz abstimmen? Soll das Volk über Gesetze abstimmen, wo man eindeutig davon ausgehen kann, dass das Volk gegen alle Vernunft entscheiden wird?

Grundvoraussetzung für ein derartiges System wäre einmal eine nüchterne und vor allem ideologiefreie Beobachtung jeglicher Sachlage. Das wird zwar schwierig zu bewerkstelligen sein, aber es gibt eine Institution, in der so vorgegangen wird: Den Rechnungshof. Also wäre eine Institution, die nach ähnlichen Richtlinien verfährt, sicherlich auch dazu in der Lage, wichtige Entscheidungen äußerst objektiv zu fällen und ebenso Gesetze auszuarbeiten.

Schwieriger ist schon die Frage zu beantworten, inwieweit das Volk abstimmen soll. Man könnte hier bewusst Themengebiete vorgeben, zu denen das Volk befragt wird. Das wären meiner Meinung nach die Außenpolitik, Verteidigungspolitik, Steuerpolitik (eine zweckmäßige Verwendung der Steuern soll die Maßgabe sein, Umwidmungen von Steuervermögen, wie sie derzeit geschehen müssten durch das Volk abgesegnet werden), Integrationspolitik und Familienpolitik. Ließe man das Volk über Gesetze in diesen „Kategorien“ abstimmen, wäre dem Volk und dem Staat schon ein großer Dienst erwiesen.

Das Volk ist durchaus klug und mündig genug, um über eigene Belange selbst entscheiden zu dürfen! Traurig ist nur, dass dies von vielen Politikern oft anders dargestellt wird. Was Hoffnung macht ist jedoch die Tatsache, dass immer mehr Parteien, Organisationen und vor allem auch „normale“ Staatsbürger mehr direkte Demokratie fordern und dass das Thema schon länger zur Debatte steht. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob die herrschenden Politiker nicht versuchen, diese Forderung wieder auszusitzen, oder durch Alibiaktionen versuchen wieder zum Schweigen zu bringen. Die Forderung nach direkter Demokratie kann erfolgreich sein, wenn man diese oft genug wiederholt und sich dafür auch aktiv einsetzt!

Wenn man in den letzten Monaten, ja schon Jahren das Theater um den Euro mitverfolgt fragt man sich, wo soll das alles nur enden? Im finanziellen Bereich kennen wir bereits die Antwort: Im totalen Chaos und mit dem höchsten Schuldenberg aller Zeiten. Aber wie stehen die Dinge demokratiepolitisch?

Beinahe jeden Tag treffen Politiker Entscheidungen, die im Volk wenig bis gar keinen Rückhalt finden und trotzdem werden diese Entscheidungen durchgezogen. In diesem Zusammenhang fragt man sich dann, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Wie kann es sein, dass die politische Klasse dermaßen selbstsicher und selbstverliebt regieren kann. Wie kann es sein, dass man Gesetze von größter Auswirkung auf den Staat durchpeitschen kann, ohne das Volk zu befragen? Ganz einfach: Weil das Volk zahnlos geworden ist. Man hat es sich in der Demokratie zu gemütlich gemacht. „Wer in der Demokratie schläft, erwacht in der Diktatur!“, so ein berühmter Spruch. Und es stimmt. Wir bewegen uns immer weiter in Richtung eines üblen Totalitarismus.

Wie konnte es jetzt aber so weit kommen? Dazu müssen wir weiter in die Vergangenheit reisen. Nämlich in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg.

Im Westteil des ehemaligen Deutschlands, sowie in Österreich kam eine demokratische Regierung zum Zug. Die Leute waren froh, die schweren Zeiten hinter sich zu lassen und waren auch entschlossen, nicht noch einmal zu versagen, wie damals in der Weimarer Republik. Man war kritischer. Man hatte gesehen, was rechtsradikales Gedankengut bedeutet. Man konnte gerade sehen, was linksradikales Gedankengut bedeutet. Die Demokratie entwickelte sich und breitete sich nach dem Ende des kalten Krieges auch auf die Länder des Ostens aus. Man konnte frei wählen, man konnte frei seine Meinung sagen. Für viele ging ein Wunschtraum in erfüllung. Für viele war das gelebte Demokratie. Doch heimlich, still und leise schlichen sich auch die Fehler in der Demokratie ein. Die Demokratie hat sich nicht weiterentwickelt. Sie ist nach wie vor auf dem Niveau von 1949. Politiker konnten und können in kleinen Hinterzimmern Geschäfte abwickeln, ohne dass das Volk etwas davon erfährt. Egal, ob es sich dabei um die Angelegenheiten des eigenen Staates, oder der eigenen Geldbörse handelt.

Demokratie braucht Kontrolle. Kontrolle durch das Volk. Viel zu lange haben Politiker gehandelt wie sie wollten. Das Volk meist nur zu Themen befragt, wo man selbst viel zu feige war zu entscheiden, oder wo man den Ausgang sowieso erraten konnte.

Das Volk aber hatte andere Sorgen. Der neue Wohlstand wollte genossen werden, kritische Meldungen interessierten nicht. Warum sich also Sorgen machen, wenn es einem doch gut geht? Dieses Problem zieht sich wie ein Roter Faden, der immer stärker wird, durch die Demokratiegeschichte der europäischen Staaten. Das Volk war bequem geworden und das wusste man auszunutzen. So wurde z. B. der Euro eingeführt. Kritische Stimmen brauchte man gar nicht erst zu überschreien, man hat den Euro geschickt als Werk der Einigung gegen zukünftige Kriege verkauft.

Und wo stehen wir nun heute? Am Rande des Zusammenbruchs von all dessen, für das so mancher gestorben ist und was durch Blut und Tränen teuer erkauft wurde. Der Demokratie. Die Faulheit der Menschen, das Desinteresse an politischen Vorgängen und nicht zuletzt auch eine vielzu schwache rechte Kraft gegenüber der Linken, die ohne wirkliche Opposition viel Schaden angerichtet hat und anrichtet, haben die Demokratie stumpf werden lassen. Kritische Stimmen sind heutzutage wieder vermehrt zu hören, nur werden diese meist geschickt durch die Medien lächerlich gemacht, aggressivst angegriffen (siehe den Fall Sarrazin!), oder einfach nicht wahrgenommen.

Wichtige Entscheidungen bespricht man nicht mit dem Volk, sondern eher mit der Wirtschaft. Das Volk hat darüber keinerlei Mitspracherecht, wie man am Beispiel ESM sehen kann. Das Volk wird von vielen Politikern als zu dumm oder unreif dargestellt, um über derart wichtige Entscheidungen zu beschließen. Unter Demokratie verstehe ich nicht, einmal alle paar Jahre wählen zu gehen, denn damit erreicht man praktisch nichts. Man kann zwar wählen, ja. Aber wirklich mitbestimmen kann man so nicht. Und was passiert? Nichts. Denn es ist noch immer zu bequem. Bis man halt nichts mehr im Kühlschrank hat, der Exekutor vor der Tür steht und kein Fußball mehr im Fernsehen läuft. Aber dann wird es zu spät sein.

Was kann man also heutzutage noch tun?  Man kann kritisch sein! Mann kann, nein, muss sogar jede Äußerung hinterfragen! Man sollte sich nicht durch die gängigen Medien blenden lassen, denn diese dienen längst nur noch dem jetzigen Zustand, sie sind ein integraler Bestandteil eines Systems aus Halbwahrheiten und auch Lügen. Weiters soll man seine Meinung sagen und sich auch getrauen, diese zu vertreten. Kritische Stimmen (vor allem aus dem rechten Lager), die demokratie- und gesellschaftspolitisch durchaus wichtig waren, hat man durch die Nazi-Keule gänzlich getilgt. Dieser Umstand unterstützt nun das System. Aber immer mehr Menschen getrauen sich ihre Meinung zu vertreten, auch wenn sie nicht der Mehrheit entspricht und nehmen dadurch echte Repressalien in Kauf. Zustände, wie man sie sonst nur aus Diktaturen wie der Sowjetunion oder dem 3. Reich kennt.

Noch gibt es Hoffnung, aber mit jeder wichtigen Entscheidung, die die Politiker ohne das Volk treffen, rückt man weiter von der Demokratie ab. Man muss sich jetzt die Demokratie durch Demonstrationen und durch Kampagnen wieder zurückerkämpfen. Man sollte sich einbauen in den Prozess der Entscheidungsfindung. Denn ein Satz hat nach wie vor Gültikeit: „Wir sind das Volk!“

Ich hoffe inständig, dass die Völker endlich aufwachen und damit beginnen, sich selbst zu regieren, anstatt regiert zu werden!